wieso?

Bild einer Bauanleitung
Noch bevor das neu Gekaufte zusammengebaut wird sollen schon die ersten Teile in die Tonne. Seit letzter Woche stehen auch schon wieder Weihnachtssachen in den Regalen und das wird wohl auch die nächsten vier Jahre so bleiben.
Danke liebe Mehrheit und frohe Ostern!

das wird mir zu bunt

Mehrfarbige Fingernägel sind verboten und beim Beachvolleyball dürfen die Bikini-Höschen der Frauen an der Seite nur sieben Zentimeter breit sein!

Da lese ich mal wieder „richtige“ Nachrichten (nicht den → Postillon), und gleich springt mir der ekelhafte Profisport in beide Augen. (Werbung, Sportsoldatinnen, Doping, Geldgeschiebe, …, …, …)

GOLD für alle die was dagegen setzen!

Spiegel OnlineWikipediawww.jensweinreich.de

pendeln

Wegen Midsommer in Schweden und meinem entspannten Lieblingsfestival war bloggen ne Weile nicht auf Platz eins. Bei der anhaltenden Wetterlage könnte das auch noch paar Tage so bleiben, aber ein fieser Sommergrippenvirus bringt alles durcheinander (wenigstens keine Masern).

Bei leicht erhöhter Innen- und Außentemperatur erscheint die Welt samt ihrer Bewohner noch skurriler.
Um nicht an die Überwachung im Orwellschen Maßstab denken zu müssen besuche ich einfach via geoguessr.com kurzzeitig unbekannte Orte auf der ganzen Welt — schade, dass einfach in Wald rein und cybermäßig Pilze sammeln noch nicht geht. Ich bin vorerst erstaunt wie gut ich fremde Orte erraten kann, obwohl ich noch gar nicht so viel auf unserem Planeten rumgereist bin. Aber nur mal kurz Nachrichten zwischendurch und die Fieberkurve steigt wieder: seit einem Dutzend Jahren versuchen Spezialexperten mir Licht ans Rad zu machen.
Zur Linderung: Alexandra Tobor & Holger Klein. Deren Sendungen sind auf die angenehmste Weise skurril.
Nach anderthalb Stunden sind vorerst alle Fragen wrintheitsgemäß beantwortet und dann trifft mich beim surfen im Neuland der nächste Fieberschub in Form eines Interviews. Ist wohl leider auch in normaler Zustand keine Satire — da würde ich gerne zurückspulen oder blitzdingsen!
Glücklicherweise findet sich im kaputtmutterfischwerk ein Mix, der mir ganz aus Herz & Ohren spricht.
Danach wollte ich eigentlich auf Online-Arte einen weiteren Teil einer Odysseus-Verfilmung sehen. Aber der vierte Teil ist wegen meiner Verfassung nicht zu finden, depubliziert oder sonst was. Fernsehen nicht mal mehr aus der Ferne, das war der letzte Versuch. Ich lese noch was und sammele negative Karmapunkte, weil ich ab und an ne Mücke totschlage.

Hoffentlich ist meine Temperatur morgen etwas gesunken, denn dann lassen die nächsten Sonnentage sich besser genießen.

Politikerhunde

Ein Dutzend Bundestagsabgeordnete wollen in Zukunft ihre Hunde nicht gleich ins Plenum, aber mit in ihre Büros nehmen.
Bisher ist das nur für Blindenhunde statthaft.
Das artgerechte Politikerhundbüro, Blondie und Blindenwitze lass ich mal außen vor.
„Wir wollen die Bedeutung von Heimtieren im Arbeitsalltag fördern, auch im Deutschen Bundestag“, bekräftigt Heinz Paula (SPD).
Tiere aus Tierheimen sind wohl eher nicht gemeint. Unmöglich finde zumindest ich, sich wegen zu kleinem Ego ein Rasse-Tier zu kaufen und ihm dann von Ernährung, Tagesablauf bis Sex alles vorzuschreiben. Aus Tierliebe dann weitere Kreaturen als Futter zu missbrauchen ist auch nicht liebenswürdig.
Hoffentlich endet diese Spirale irgendwann —

mein Lieblingshund

trotzdem ich viele nette Stunden mit der hier abgebildeten Persönlichkeit verbracht habe.
(Foto von Daniel Herceg)

der Weltraum, die Reisende und unendliche Weiten

Seit 1977 entfernen sich zwei Raumsonden (Voyager 1/2) von ihren Startpunkt, der Erde.

Gerade streiten sich die Wissenschaftler, ob eine der Sonden schon den Rand unseres Sonnensystems erreicht hat. Damit befindet sie sich und die an Bord befindliche Fracht schon eine Weile nicht mehr im direkten Zugriff unserer Spezies.

An jeder Sonde ist eine vergoldete Kupferscheibe befestigt. Das bisschen Gold wird wohl nicht reichen, um das Interesse der Ferengi zu wecken, da diese das Edelmetall eh nur als Verpackungsmaterial benötigen. Aber die enthaltenen selbst­darstellerischen Daten könnten problematisch werden.

Die gespeicherten Bilder sind mit Copyright versehen und tragen die Urheberrechts­debatte eventuell in die Tiefen des Weltalls.

Aber auch die Darstellungen an sich bieten Gefahrenpotenzial:

  • menschliche Geschlechtsorgane — intergalaktische Pornographie
  • Zeichnungen zur Evolution — klingonische Kreationisten
  • Jagdszenen — was wenn die Finder der Bilder aussehen wie Antilopen
  • die Chinesische Mauer — hatte doch nie jemand die Absicht …
  • Verkehrsstau in Indien — laaaaaangweilig

Immerhin sind nicht nur alte Männer zu sehen und von Gott gibt es ja derzeit kein einheitlichen Bild und sein vermeintlicher Aufenthaltsort ist auch eher strittig.

Die Audioaufnahmen sind aber wohl das Kompromitierenste.
Neben einem lieblosen „Herzliche Grüße an alle.“, darf dort auch Kurt Waldheim in Englisch mit österreichischem Akzent zu Wort kommen. Es gab ja 1977 noch keine Wikipedia, puh das war knapp. Aber kommt noch besser, denn es muss auch der Präsident der Vereinigten Staaten, ja ja. Aber nur schriftlich, dabei spricht der doch akzentfrei. Dafür passen dann aber Schreiber und Text wieder besser zusammen.

„Diese Voyager-Raumkapsel wurde von den Vereinigten Staaten von Amerika gebaut.“

klingt im Zusammenhang mit

„Wir Menschen sind noch in nationalen Staaten unterteilt, aber diese Staaten werden bald eine einzige, globale Zivilisation sein.“

wie:

Demnächst zuckersüße Brause für Alle!

Das amerikanische Wahlsystem hätte ich zum besseren Versändnis noch mit dazu gepackt, aber da wahr wohl kein Platz mehr. Denn da sind ja noch mehr Audioschnippsel drauf.

Der Sound eines F-111, die Außerirdischen kommen schon selber drauf, dass der natürlich auch aus den USA stammt. Wenn sie viel weiter fortgeschritten sind als wir, brauche Sie nur einmal zu hören und schon werden Sie wissen, ein zweistrahliges Kampfflugzeug. Der Sinn und Zweck ist auch ohne Angaben zum Vietnamkrieg zweifelhaft.

Und was,
wenn die unbekannten Finder nicht nur Kurt Waldheim verstehen.
Denn wenn unsere irdischen Mitgeschöpfe mehr als nur muhen und mähen, was bedeuten die ebenfalls mitgeschickten Tierstimmen für verständnisvolle Außerirdische?
Wie wird sich wohl ein domestizierter Hund zu seinem Herren äußern und ob zusammengetriebene Schafe nicht wirklich was zu meckern haben?

Vielleicht besänftigt ja die ebenfalls enthaltene Musik dann wieder. Denn diese Kunstform denke ich, kann am universalsten unser Menschsein erklären. Glücklicherweise hat die Sonde schon lange den Mars, auch ohne Country & Western, unbeschadet passiert.

Komplettiert ist die Sonde mit einer Uran-238 Stoppuhr, die so über den Daumen 18 Milliarden Jahre lang richtig gehen und die Flugdauer dokumentieren soll. Sie übertrifft damit die Zerfallsdauer unser derzeit langlebigsten Zivilisationsprodukte, die Spanne in der unsere Lebensbedingungen hier erträglich bleiben und sogar die gesamte Lebenszeit unserer Sonne.

Wie lange es noch Menschen gibt kann ja mal an anderer Stelle besprochen werden. Ich hatte ja gedacht, schon mit Beginn unserer heutigen Zeitrechnung wäre auch gleich das Ende zweitausend Jahre später festgelegt (→ Y2K-Bug). Dann hätte das Erscheinen des „Sohn Gottes“ auf Erden indirekt unser verfrühtes Ende bedeutet.
Mal sehen ob es Reaktionen auf unsere religionslose, naive und eigentlich ungewollt ehrliche Botschaft gibt.

Denn zu relativ zeitnahen 😉 Rückfragen, geplanten Invasionen oder einem Spontanbesuch ist ja die Adresse drauf.
Na dann weiterhin eine gute Reise!

Quellen: → Internet

Internationaler Frauentag

Alles Gute an das Weibliche in Gesellschaft und Natur. Bevor der #Aufschei wieder verhallt würde ich mir wünschen, dass zur kommenden Papstwahl nicht nur jede Hautfarbe, sondern auch jedes Geschlecht erlaubt wäre! Und was wenn gar keine Frau mitmachen wollen würde?

Dies ist mein einhundertunderster Blogeintrag.
Zur Feier des Tages gibt es erstmal Earl Grey heiß.

Leider scheint nomen est omen, die Sonne hinter GRAUen verschteckt und es wird wieder kälter.