Ende Juni

Die stundenlangen monsunartigen Regenfällen haben meinen Keller glücklicherweise nur wenig geflutet. Den Zucchinis hat das nix gemacht.

erste Zucchini

erste Zucchini

Da könnte man, wie im Winter, auch mal wieder drinnen die Kelle schwingen.

2 Tischtennisspieler im Wohnzimmer

Tischtennis unterm Dach

der Weltraum, die Reisende und unendliche Weiten

Seit 1977 entfernen sich zwei Raumsonden (Voyager 1/2) von ihren Startpunkt, der Erde.

Gerade streiten sich die Wissenschaftler, ob eine der Sonden schon den Rand unseres Sonnensystems erreicht hat. Damit befindet sie sich und die an Bord befindliche Fracht schon eine Weile nicht mehr im direkten Zugriff unserer Spezies.

An jeder Sonde ist eine vergoldete Kupferscheibe befestigt. Das bisschen Gold wird wohl nicht reichen, um das Interesse der Ferengi zu wecken, da diese das Edelmetall eh nur als Verpackungsmaterial benötigen. Aber die enthaltenen selbst­darstellerischen Daten könnten problematisch werden.

Die gespeicherten Bilder sind mit Copyright versehen und tragen die Urheberrechts­debatte eventuell in die Tiefen des Weltalls.

Aber auch die Darstellungen an sich bieten Gefahrenpotenzial:

  • menschliche Geschlechtsorgane — intergalaktische Pornographie
  • Zeichnungen zur Evolution — klingonische Kreationisten
  • Jagdszenen — was wenn die Finder der Bilder aussehen wie Antilopen
  • die Chinesische Mauer — hatte doch nie jemand die Absicht …
  • Verkehrsstau in Indien — laaaaaangweilig

Immerhin sind nicht nur alte Männer zu sehen und von Gott gibt es ja derzeit kein einheitlichen Bild und sein vermeintlicher Aufenthaltsort ist auch eher strittig.

Die Audioaufnahmen sind aber wohl das Kompromitierenste.
Neben einem lieblosen „Herzliche Grüße an alle.“, darf dort auch Kurt Waldheim in Englisch mit österreichischem Akzent zu Wort kommen. Es gab ja 1977 noch keine Wikipedia, puh das war knapp. Aber kommt noch besser, denn es muss auch der Präsident der Vereinigten Staaten, ja ja. Aber nur schriftlich, dabei spricht der doch akzentfrei. Dafür passen dann aber Schreiber und Text wieder besser zusammen.

„Diese Voyager-Raumkapsel wurde von den Vereinigten Staaten von Amerika gebaut.“

klingt im Zusammenhang mit

„Wir Menschen sind noch in nationalen Staaten unterteilt, aber diese Staaten werden bald eine einzige, globale Zivilisation sein.“

wie:

Demnächst zuckersüße Brause für Alle!

Das amerikanische Wahlsystem hätte ich zum besseren Versändnis noch mit dazu gepackt, aber da wahr wohl kein Platz mehr. Denn da sind ja noch mehr Audioschnippsel drauf.

Der Sound eines F-111, die Außerirdischen kommen schon selber drauf, dass der natürlich auch aus den USA stammt. Wenn sie viel weiter fortgeschritten sind als wir, brauche Sie nur einmal zu hören und schon werden Sie wissen, ein zweistrahliges Kampfflugzeug. Der Sinn und Zweck ist auch ohne Angaben zum Vietnamkrieg zweifelhaft.

Und was,
wenn die unbekannten Finder nicht nur Kurt Waldheim verstehen.
Denn wenn unsere irdischen Mitgeschöpfe mehr als nur muhen und mähen, was bedeuten die ebenfalls mitgeschickten Tierstimmen für verständnisvolle Außerirdische?
Wie wird sich wohl ein domestizierter Hund zu seinem Herren äußern und ob zusammengetriebene Schafe nicht wirklich was zu meckern haben?

Vielleicht besänftigt ja die ebenfalls enthaltene Musik dann wieder. Denn diese Kunstform denke ich, kann am universalsten unser Menschsein erklären. Glücklicherweise hat die Sonde schon lange den Mars, auch ohne Country & Western, unbeschadet passiert.

Komplettiert ist die Sonde mit einer Uran-238 Stoppuhr, die so über den Daumen 18 Milliarden Jahre lang richtig gehen und die Flugdauer dokumentieren soll. Sie übertrifft damit die Zerfallsdauer unser derzeit langlebigsten Zivilisationsprodukte, die Spanne in der unsere Lebensbedingungen hier erträglich bleiben und sogar die gesamte Lebenszeit unserer Sonne.

Wie lange es noch Menschen gibt kann ja mal an anderer Stelle besprochen werden. Ich hatte ja gedacht, schon mit Beginn unserer heutigen Zeitrechnung wäre auch gleich das Ende zweitausend Jahre später festgelegt (→ Y2K-Bug). Dann hätte das Erscheinen des „Sohn Gottes“ auf Erden indirekt unser verfrühtes Ende bedeutet.
Mal sehen ob es Reaktionen auf unsere religionslose, naive und eigentlich ungewollt ehrliche Botschaft gibt.

Denn zu relativ zeitnahen 😉 Rückfragen, geplanten Invasionen oder einem Spontanbesuch ist ja die Adresse drauf.
Na dann weiterhin eine gute Reise!

Quellen: → Internet

neue Woche

Heute am Morgen hat mich in der Küche diese Melone angegrinst.

Melone die aussieht, als ob sie grinst

Melone die aussieht, als ob sie grinst

Von der Seite betrachtet wird das Grinsen schon etwas diabolischer. Mal sehen was die neue Woche so bringt?
Mit Deutschland als drittgrößtem Waffenexporteur auf diesem Planeten, ist das ja schon ein guter Anfang.